Meine Meinung

Glaube und Moral

Dieses Jahr habe ich in der Deggendorfer Zeitung von einem Pfarrer den schönen Satz gelesen,
"Glauben hat nichts mit Moral zu tun."
Wie wahr, wie wahr.


Also sollte es nach dem Tod kein individuelles Bewusstsein mehr geben und kein von diversen Religionen versprochenes Paradies, ist es um so wichtiger, den Schwächsten der Schwachen bereits im Diesseits zu helfen. Dies sind eben die Tiere. Sie sollten ein ihrer Bestimmung nach angemessenes Leben führen können. Und die Bestimmung von hoch entwickelten Lebewesen ist es eben nicht, vom Menschen gefressen zu werden.


Die Tiere haben wie wir Menschen nur ein Leben auf diesem schönen Planeten, und niemand hat das Recht, es ihnen zu nehmen oder sie in den Labors zu Tode zu quälen.


Jesus lehrte "Wer Gott vertraut, dem ist alles möglich",
und das fünfte Gebot lautet "Du sollst nicht töten".
Das Mitfühlen mit allem Leben ist der Kern der Botschaft Jesu.
Seid barmherzig, fühlt mit dem Leben.


Also, Glauben ist eine Sache, den Tieren helfen eine andere und meiner Meinung nach eine wesent1ich wichtigere. Denn an ihren Taten sollt ihr sie erkennen und nicht an der täglichen Dummschwätzerei, die wie Fäulnis über der Erde liegt.


Jedem Tierfreund steht es frei zu glauben, was immer er will. Aber dabei solle die Moral nicht zu kurz kommen und so helfen wir den Tieren tagtäglich in unserem Tierheim und weit darüber hinaus.


Sie kennen meine Meinung, dass die Religionen dieser Welt und ihre Organisationen trotz jahrtausendelanger Bemühungen letztendlich versagt haben. Denn wir sollten heute eigentlich glücklicher sein, uns einem tieferen Erkennen geöffnet haben und in wahrer Freude leben.
Dies trifft aber nicht zu. Die Geschichte nimmt erbarmungsloser, schrecklicher und grausamer denn je, ihren Lauf. Es ist eine Zeit, der täglichen Gewalt, der organisierten Massenmorde, unerträglicher politischer Lügen und geradezu abnormer Grausamkeiten gegenüber den Tieren in milliardenfacher Ausführung. Es ist die Herrschaft von Dämonen.

Herbert Hiller