Lieber Tierfreund,
da ich der Meinung bin, dass Sie das Recht haben, über den Vorsitzenden
etwas mehr als den Namen zu erfahren, zeige ich Ihnen kurz meine Lebenslinie
auf.
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Geboren im August 1944 in Altötting,
kam ich bereits 2-jährig nach München und wuchs dort als Schlüsselkind
auf. Mein Vater wurde, wie viele andere auch, im Krieg getötet.
Bereits als Kind fühlte ich mich außerordentlich stark zu
allen Tieren hingezogen. Ich war eines jener Kinder, die Regenwürmer
von der Straße nehmen, Spinnen ins Freie tragen, tote Vögel
in einem richtigen Grab beerdigen, Bienen aus den Tümpeln retten
und Hund und Katz bis zum geht nicht mehr streicheln. Beim Spielen
war ich immer der Sheriff, der für Ordnung sorgte und den Schwachen
gegen die Bösen half.
Gerade die Hilfe für die Schwächsten der Schwachen, die Tiere,
setzte sich wie ein roter Faden durch mein ganzes Leben hin fort. Kein
Wunder also, dass ich beim Tierschutz landete.
Beruflich war ich recht erfolgreich
und 25 Jahre lang Direktor einer großen Bank. Meine Ehe blieb
kinderlos und meine geliebte Frau starb viel zu früh an Nierenkrebs.
Sie starb zuhause und in meinen Armen.
In all den vielen Jahren habe ich unseren verstorbenen Hunden und Katzen
das Grab geschaufelt und bittere Tränen geweint.
Es waren die achtziger Jahre, in denen ich zu Sehen begann und mich
das Leid der Tiere schier zu erdrücken drohte. Das Leid war und
ist so umfassend, so allgegenwärtig. Seit vielen Jahren ist mir
jedoch bewusst, dass meine Tätigkeit im Tierschutz der eigentliche
Sinn meines Lebens ist und war. So bin ich auch für mein berufliches
Fortkommen dankbar, das es mir ermöglicht, auf eine vielfältige,
qualifizierte Art und Weise für die Tiere da zu sein und zu helfen,
wo immer es mir möglich ist. |